AUFTRAG

     Sie befinden sich hier:

LEITBILD UNSERE SCHULE KONTAKT / ANMELDUNG IMPRESSUM
Home Archiv Schuljahr 2017-18
Home
Home Über uns Fachrichtungen Service Galerie
© 2014 BBS Thuine
DATENSCHUTZERKLÄRUNG

Gieseke wirbt in BBS Thuine für Europa                

    Französische Schüler aus La Meignanne zu Gast im Emsland

    08. Dezember 2017


„Europa ist unsere Zukunft, es gibt keine Alternative.“ Das hat Jens Gieseke, Mitglied des Europaparlaments (MdEP) vor deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Thuine unterstrichen.

Von Heinz Krüssel


Thuine. 22 Schülerinnen und Schüler aus dem französischen La Meignanne, der Partnerstadt von Alfhausen, sind derzeit zu Gast in Thuine. Die jungen Franzosen erlernen Pflege- und Erziehungsberufe und möchten beim 14-tägigen Austausch die Schwerpunkte der deutschen Ausbildung zum Heilerziehungspfleger kennenlernen. Die BBS-Abschlussklasse zum Heilerziehungspfleger vermittelte dabei vielfältige Informationen.


Die Gäste wohnen im Haus Agnes und können im Haus Katharina einen Blick über den Tellerrand auf die Demenzpflege werfen. Eine andere Gruppe engagiert sich in den Kindergärten in Thuine und Freren und erhält einen Einblick in die Arbeit in deutschen Kindertagesstätten. Auf dem Programm stehen zudem diverse Ausflüge, beispielsweise in die Friedensstadt Osnabrück sowie zur Gedenkstätte in Esterwegen.


Schulleiterin Cornelia Remmers wies auf die Bedeutung des Schüleraustausches hin und dankte zugleich dem deutsch-französischen Partnerschaftsverein Alfhausen - La Meignanne für die Möglichkeit, erstmals ein Treffen im Emsland durchzuführen. Der Verein existiere bereits seit 1998, und es seien inzwischen jährliche Treffen im Wechsel der beiden Kommunen im Osnabrücker Raum durchgeführt worden.


Besonders begrüßte Cornelia Remmers den CDU-Europaabgeordneten Jens Gieseke, Christoph Große-Rechtien, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins aus Alfhausen, sowie Oliver Guerrin, Schulleiter aus La Meignanne zu einer Diskussionsrunde. Aus sprachlicher Sicht gab es keine Probleme, denn Gieseke beherrschte neben Deutsch auch die französische und die englische Sprache. Zwischendurch fungierte Theresia Brickwede, Koordinatorin des Austausches, als Dolmetscherin.

Gieseke warb bei den deutschen und französischen Jugendlichen für ein geeintes Europa und dafür, dass das Grundrecht auf freie Wahlen in Anspruch genommen werde. „Die Jugendlichen sehen in Europa die Zukunft“, stellte der Politiker fest. Wohin die Reise aber gehen könne, wenn junge Menschen nicht zur Wahl gehen, könne man am englischen Ausstieg aus dem geeinten Europa, dem sogenannten Brexit, sehen. Das Abstimmungsergebnis sei sehr knapp gewesen. Es hätten nur 35 Prozent der jungen Generation an der Wahl teilgenommen. Gerade die jungen Leute müssten nun die Nachteile des Ausstiegs auslöffeln.



„Austausch ausbauen“


Kritisch beleuchtete Gieseke die Autonomiebemühungen in einigen Ländern Europas, beispielsweise in Katalonien. „Man stelle sich mal vor, das Emsland würde für sich die Unabhängigkeit reklamieren – eine unvorstellbare Entwicklung.“ Populisten sehe er als eine große Gefahr für Europa. „Populisten sind gegen alles, ohne ein Programm zu haben, wie es besser gemacht werden kann.“ Der emsländische Politiker warnte zugleich davor, wieder neue Mauern aufzubauen.


Den Schülerinnen und Schülern gab Jens Gieseke abschließend mit auf den Weg, den deutsch-französischen Schüleraustausch weiter auszubauen. „Ihr seid auf dem richtigen Weg, macht weiter so.“ [NOZ, 11.12.2017]